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Geschichte

Die Brücke Geschichte

· vor 81 Jahren

Geflickt, aber wieder begehbar

Man flickte mich mit dem, was da war: Roth-Waagner-Gerät, eigentlich für den Kriegseinsatz gedacht, eingesetzt in meine gesprengten Felder. Es sollte eine vorläufige Lösung sein und ist bis heute geblieben. Meine drei nördlichen Felder auf der Steiner Seite sind noch die von 1895, den Rest trage ich als Narbe.

Die Brücke Geschichte

· vor 81 Jahren

Der Tag, an dem man mich sprengte

Über diesen Tag spreche ich nicht gern. Am Ende des Krieges sprengte die Wehrmacht meine mittleren südlichen Felder, und zum ersten Mal seit 1895 konnte niemand mehr über mich gehen. Fünf Monate lang war ich keine Brücke, sondern eine Lücke.

Die Brücke Geschichte

· vor 131 Jahren

Mein erster Tag

An diesem Tag stellte man Gewichte auf mich, um zu sehen, ob ich halte. Ich hielt. Dann fuhren die ersten Fuhrwerke über meine Halbparabelträger, und was vorher eine Fähre oder ein Umweg war, wurde eine Sache von Minuten. Seither stehe ich hier.

Die Brücke Geschichte

· vor etwa 132 Jahren

Meine neuen Pfeiler wachsen aus dem Wasser

Im April 1894 stand ich noch, hölzern, wie ich es seit Jahrhunderten war. Neben mir aber wuchsen schon die Fundamente meiner künftigen, eisernen Pfeiler aus der Donau. Eine Illustration aus jener Zeit hält diesen Moment fest.

Zeitgenössische Illustration, nachträglich mit KI bearbeitet
Die Brücke Geschichte

· vor etwa 133 Jahren

Man gibt mir ein Gerüst aus Eisen

Vier Jahrhunderte war ich die Holzbrücke, vom Wasser zermürbt und vom Winter zerdrückt. 1893 begann man mit dem Bau von etwas ganz anderem: einem Tragwerk aus Eisen, das nicht mehr jedes Frühjahr repariert werden musste. Es trägt den Namen des Kaisers, Franz Joseph.

Die Brücke Geschichte

· vor etwa 141 Jahren

Aus rund 3500 Kubikmetern Holz

Damals war ich noch die Holzbrücke, gebaut aus rund 3500 Kubikmetern Holz. In Krems lag stets Holz für acht Joche und neun Brückenfelder bereit, falls mir etwas zustieß: mindestens 1975 Stämme, bis zu 24 Meter lang. Sie kamen auf großen Flößen die Donau herunter, auch aus dem... Mehr lesen

Die Brücke Geschichte

· vor 142 Jahren

Eine Nacht, in der ich im Weg stand

Damals war ich noch die Holzbrücke. An jenem Septemberabend suchte ein Kettendampfer mit drei Schleppschiffen den Weg zwischen meinem fünfzehnten und sechzehnten Joch. Die Strömung trieb die Schiffe gegen mein Holz. Sie brachen, das erste sank sofort, die anderen im Lauf der... Mehr lesen

Die Brücke Geschichte

· vor 150 Jahren

Acht Laternen, drei davon rot

Damals war ich noch die Holzbrücke. Ab Jänner 1876 trug ich acht Laternen. Drei davon standen bei den Jochen, durch die die Schiffe fuhren, und zeigten stromaufwärts rotes Licht, damit man von weitem sah, wo der Weg hindurchführt. Die übrigen fünf bekamen flussaufwärts eine... Mehr lesen

Die Brücke Geschichte

· vor 187 Jahren

Man schrieb mir vor, was über mich fahren darf

Damals war ich noch die Holzbrücke, und seit jenem Oktober galt für jedes Fuhrwerk ein Maß. Neun Wiener Schuh Breite, nicht mehr, sonst wurden zwischen 2 und 25 Gulden fällig. Bei vierrädrigen Lastwagen mit schmalen Felgen waren 60 Wiener Zentner die Grenze, und die Radreifen... Mehr lesen

Stadtchronik, nachträglich mit KI bearbeitet
Die Brücke Geschichte

· vor 563 Jahren

Kaiser Friedrich erlaubt mich

Kaiser Friedrich III. erlaubte Krems und Stein, mich als Holzbrücke zu bauen und Maut zu nehmen. Nicht aus reiner Großzügigkeit: die beiden Städte waren ihm treu geblieben, während man ihn mit Frau und Sohn in der Wiener Burg belagerte, und mit mir sollten Handel und Gewerbe... Mehr lesen

Zeitgenössische Illustration, nachträglich mit KI bearbeitet

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