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Projektvideo als Text

Der gesprochene Text des Projektvideos, Wort für Wort wie in den Untertiteln.

Nördlich von St. Pölten verbindet die Donaubrücke Stein-Mautern seit Generationen die beiden Ufer am Tor zur Kulturlandschaft Wachau.

Die älteste Donaubrücke Niederösterreichs vereint zwei Epochen: Errichtet im Jahr 1895, im Jahr 1945 teilweise zerstört und wieder aufgebaut. Heute verbinden sich die historischen, eleganten Rundbögen mit den charakteristischen, geraden Nachkriegsteilen – ein einmaliges Zeugnis zweier Zeiten.

Doch nach mehr als 130 Jahren haben steigende Verkehrsbelastung und jahrzehntelange Beanspruchung deutliche Spuren hinterlassen. Eine umfassende Generalsanierung ist daher unumgänglich.

Damit die Donauquerung während der Bauzeit weiterhin möglich bleibt, wird unmittelbar neben der Bestandsbrücke eine temporäre Ersatzbrücke errichtet. Der gesamte Verkehr wird anschließend auf diese umgeleitet.

Danach beginnt die spektakulärste Bauphase: Die historischen Tragwerke werden abschnittsweise ausgebaut, über die Donau per Schiff ausgeschwommen und mit Spezialfahrzeugen an einen eigens eingerichteten Montageplatz transportiert. Dort erfolgt die aufwendige Sanierung der einzelnen Brückenteile.

Die bestehende Stahlkonstruktion wird bis rund einen Meter über Fahrbahnniveau neu und verbreitert hergestellt. Darüber bleibt das markante Fachwerk erhalten, wird instandgesetzt und mit der neuen Unterkonstruktion verbunden – alles in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Künftig präsentiert sich die Brücke außerdem wieder in ihrem ursprünglichen Farbton Grau – und damit wieder in ihrem historischen Erscheinungsbild.

Gleichzeitig werden die Pfeiler erneuert. Dabei wird in drei Schritten vorgegangen: Dem Abtrag der Ummantelung folgt die Neuerrichtung des Pfeilers und die anschließende Wiederanbringung der Ummantelung mit den bestehenden Steinen. Dieses Vorgehen garantiert den bestmöglichen Erhalt der historischen Substanz.

Durch das gestaffelte Bauen an den drei Strompfeilern – eine Maßnahme zum Hochwasserschutz – wird auch sichergestellt, dass die Schifffahrt auf der Donau die ganze Bauzeit über aufrechterhalten werden kann.

Auch an Land werden umfangreiche Anpassungen umgesetzt. Auf der Steiner Seite werden Widerlager und Landpfeiler an die neue Brückenbreite angepasst und ein neuer Kreisverkehr errichtet. Gleichzeitig erfolgt auf der Mauterner Seite die Sanierung des Brückenwiderlagers sowie der Zufahrtsbrücke über die B33.

Jetzt laufen bereits die Vorbereitungen für den Wiedereinbau der Tragwerke. Die fünf Elemente der Strombrücke werden nun per Schiff zurück an ihren endgültigen Standort transportiert und dort Schritt für Schritt eingehoben.

Mit einem Gewicht von bis zu 660 Tonnen zählt jedes dieser Tragwerksteile zu den schwersten Bauteilen des gesamten Projekts – vergleichbar mit dem Gewicht von siebzehn voll beladenen Sattelzügen.

Anschließend folgen die letzten Montagearbeiten an den einzelnen Tragwerken und die Fertigstellung der Fahrbahn. Danach kann die generalsanierte Donaubrücke Stein-Mautern wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die temporäre Ersatzbrücke hat damit ihre Aufgabe erfüllt und wird rückgebaut.

Von der Generalsanierung profitiert auch der Fuß- und Radverkehr: Ein neuer, großzügiger Geh- und Radweg bindet das Bauwerk optimal an das bestehende Wegenetz an.

Die ehemaligen Baustellengebiete werden anschließend renaturiert und mit heimischen Bäumen und Gehölzen wiederhergestellt.

Damit bleibt die Donaubrücke Stein-Mautern auch in Zukunft ein verlässliches Bindeglied zwischen den beiden Regionen – technisch erneuert, historisch bewahrt und fit für kommende Generationen.

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