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Fragen und Antworten

Allgemein

Ist die Errichtung einer "günstigeren" Betonbrücke eine Alternative?

Nein, der dafür vorgesehene Platzbedarf, insbesondere für die Zufahrtsrampen, ist durch die erforderliche Brückenhöhe weder auf der Mauterner noch auf der Steiner Seite gegeben. Das Denkmalschutzgesetz gibt den Erhalt der historischen Brücke vor.

Warum muss die Brücke saniert werden?

Die Brücke ist baufällig. Die Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität.

Kann es eine "Zwei-Brücken-Lösung" geben?

Nein, diese Variante lehnen das Bundesdenkmalamt (BDA) und das Weltkulturerbe ab.

Warum darf die Brücke nicht komplett erneuert werden?

Die Donaubrücke Stein-Mautern wurde mit Verordnungen des BDA vom 1.3.2006 (Statutarstadt Krems) sowie vom 2.6.2008 (Bezirk Krems, in Kraft getreten am 1.7.2008) gemäß § 2a Abs 1 DMSG unter Denkmalschutz gestellt. Die Brücke muss am selben Standort erhalten bleiben. Seit 2000 ist die Brücke Bestandteil des UNESCO Welterbe Wachau.

Werden heute noch Stahlbrücken für den Straßenverkehr gebaut?

Ja, überall dort, wo die Rahmenbedingungen eine solche Konstruktionsweise vorgeben. Ein Beispiel ist die Donaubrücke Linz.

Kann die Brücke als "Denkmal" bzw. nur für den Fußgänger- und Radverkehr erhalten bleiben?

Nein, die historische Brücke muss allein schon aufgrund ihrer Eigenlast einer Sanierung zugeführt werden. In der Funktion als reine Fuß- und Radwegbrücke wären die Instandsetzungsmaßnahmen und daher auch die Kosten nahezu ident wie im vorliegenden Projekt. Sämtliche Pfeiler müssten ebenso neu hergestellt werden (Stichwort Schiffsanprall).

Gibt es eine kostengünstigere Alternative?

Nein, unter den gegebenen Rahmenbedingungen (Denkmalschutz, Weltkulturerbe) gibt es keine kostengünstigere Lösung.

Was würde ein "Zurück zum Anfang" bedeuten?

Um alle Rechtsverfahren abzuarbeiten, würde dies eine Verzögerung von 8 bis 10 Jahren mit ungewissem Ausgang bedeuten.

Warum wird die Brücke nach der Instandsetzung GRAU?

Im Rahmen einer gemeinsamen Begutachtung durch Experten des Bundesdenkmalamtes (BDA) und des Amtes der NÖ Landesregierung wurde am 2. September 2026 der zukünftige graue Farbton für die Donaubrücke Stein-Mautern festgelegt. Die Wahl fiel auf den Farbton NCS S 4500-N.

Der Entscheidung gingen umfassende Untersuchungen zur historischen Farbgebung der Brücke voraus. Durch die Freilegung mehrerer Farbschichten direkt am Bauwerk sowie durch detaillierte Untersuchungen im Naturwissenschaftlichen Labor des Bundesdenkmalamtes konnte der ursprüngliche Farbaufbau nachvollzogen und der historische Farbton bestmöglich rekonstruiert werden. Anhand eigens angefertigter Mustertafeln wurden die ermittelten Farbtöne anschließend direkt vor Ort begutachtet und verglichen.

Der gewählte Farbton NCS S 4500-N bildet ein verbindendes Element zwischen den beiden prägenden Bauphasen der Brücke aus den Jahren 1895 und 1945. Gleichzeitig entspricht er jenem ersten gemeinsamen Anstrich, den die unterschiedlichen Tragwerke der Donaubrücke Stein-Mautern nach ihrer Wiedereröffnung vor rund 80 Jahren erhielten. Mit der Wiederherstellung der Farbfassung wird nicht nur die historische Authentizität des Bauwerks gewahrt, sondern zugleich ein bleibendes Zeugnis unserer gemeinsamen Vergangenheit geschaffen. Die besondere Bedeutung der Donaubrücke wird damit auch für kommende Generationen erhalten und erlebbar gemacht.

Bauablauf

Warum wurde die Höchstbelastung der Brücke reduziert?

Aufgrund des schlechten Gesamtzustandes der Brücke musste eine Gewichtsbeschränkung auf 5 Tonnen erlassen werden. Weiters mussten die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert und die Geh- und Radwegbreite eingeschränkt werden.

Wie lange kann die Brücke noch benützt werden?

Durch die laufenden Instandsetzungsmaßnahmen und verdichtete Prüfintervalle soll eine Benutzbarkeit bis zumindest Ende 2027 ermöglicht werden.

Wie wird die Brücke saniert?

Die alten Tragwerke werden ausgeschwommen, bis ein Meter über der Fahrbahn gänzlich neu hergestellt und die darüber liegenden Tragwerke werden instandgesetzt. Anschließend werden die sanierten Tragwerke wieder auf die neu hergestellten Pfeiler aufgesetzt.

Warum müssen die Pfeiler neu hergestellt werden?

Die drei Flusspfeiler müssen neu hergestellt werden, damit sie einem Schiffsanprall standhalten.

Ändert sich die Breite der Brücke?

Der Geh- und Radweg wird auf beiden Seiten um 70 cm verbreitert und hat dann eine Breite von ca. 2,5 m. Mit einer weiteren Einreichung konnte eine zusätzliche Verbreiterung der Fahrbahn um 64,4 cm bewilligt werden. Die Donaubrücke Stein-Mautern wird insgesamt um 214,4 cm breiter und steht damit zukünftig auch für heutige Anforderungen an den Straßenverkehr zur Verfügung.

Wie lange dauert die Sanierung?

Die Sanierung wird, wie auch ein Neubau einer Donaubrücke, rund 4 Jahre betragen. Nach Errichtung der Ersatzbrücke können ab 2028 die Sanierungsarbeiten beginnen und die Verkehrsfreigabe wird für 2032 erwartet. Danach wird die Ersatzbrücke abgetragen, der Abschluss der Bautätigkeiten erfolgt voraussichtlich 2033.

Wie hoch sind die Kosten für die Sanierung?

Die Gesamtkosten betragen mehr als 145 Mio. Euro. Diese werden ausschließlich vom Land Niederösterreich getragen.

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